Skateistan – Skateboardschule in Kabul

Das Projekt Skateistan ist nicht neu und wanderte schon diverse male durch einige Blogs. Insofern also keine Eilmeldung. Denjenigen unter euch, die noch überhaupt nichts von Kabuls erster Skateschule gehört haben, empfehle ich obigen Kurzfilm, der wirklich sehr gelungen ist.

Skateschule in Afghanistan, das hört sich erst einmal relativ strange an. Als alter Skater leuchtet mir der Sinn und Zweck einer solchen Einrichtung natürlich sofort ein. Ich weiß noch genau, wie ich aus dem Häuschen war, als ich das erste mal einen 50/50 hinbekommen habe (hier Amateur-Aufnahmen davon). Dieses Gefühl lässt sich durch nichts ersetzen und diese Momente sind genau solche, die unsere Jugend prägen und formen.

Insofern ist Skateistan ein absolut unterstützenswertes Projekt, das Kindern wieder eine schöne Freizeit in einem viel zu harten Umfeld ermöglicht. Dass auch Mädchen zum Skaten aufgerufen werden, ist sozusagen die Kirsche oben drauf. Die haben in Afghanistan nämlich noch weniger zu lachen und haben quasi keine sportlichen Freizeitangebote vor Ort, da verboten.

Die offiziellen Skateistan-Schuhe werden dann nächstes Jahr bestellt, wenn ich meine Skatekarriere wieder aufnehme. Bis dahin darf man das Ganze auf betterplace mit einer kleinen Spende supporten.

Spenden im Web 2.0

Spenden ist ein leidiges Thema, denn es ist an allen Seiten emotional aufgeladen. Dass viele jüngere Menschen keine Lust haben ihr hart verdientes Geld per Dauerüberweisung in ein dunkles Loch zu schmeissen, ohne zu wissen wo auf der Welt damit was und wann gebaut wird, ist schon seit Jahren bekannt. Auch wenn wir laut einer aktuellen Studie selbt in Krisenzeiten die Spendierhosen anhaben: es ist ein relativ untransparentes Feld.

Ganz anders verhält es sich bei den neuen Spendenportalen wie betterplace.org oder reset.to. Hier kann man ganz bequem über’s Internet Euros in Projekte investieren und diese bis zum Schluss verfolgen, Freunde über Facebook einladen auch zu spenden und der Oma den entsprechenden Link via E-Mail zuschicken. Das Schöne dabei: auf den Portalen werden viele kleine Projekte unterstützt, die somit ohne aufwändige Werbekampagnen Geld sammeln können.

Katrin Bauerfeind hat zu dem Thema einen sehenswerten Beitrag auf ZDF.kultur fabriziert:


Bauerfeind am 14. August 2011

via Hannes Jaehnert