Puma: 145 Mio. Euro Umweltschäden & kompostierbare Sportbekleidung

© 2011 Puma

Wenn ein Großkonzern wie Puma mit gleich zwei nachhaltigen Themen in der Presse auftaucht, fällt es schwer nicht zuzuhören. Zumal Puma ja im Contest gegen Adidas und Nike keine ganz so schlechte Figur abgegeben hat. Zum einen hat man gestern die schlussendliche Summe für die in 2010 verursachten Umweltschäden mit 145 Millionen Euro beziffert, zum anderen die frohe Kunde verbreitet, dass Puma die wohl erste kompostierbare Sportkleidung der Welt entwickelt hat bzw. gerade entwickelt.

Mit den OAT Shoes haben die Jungs und Mädels aus Herzogenaurach schon mal einen Vertrauensbonus, was funktionierende Ökoklamotten angeht. In der Tat scheinen also bereits seit längerem verrückte Wissenschaftler in den Puma-Labors an recyclebaren bzw. kompostierbaren Schuhen, T-Shirts und Taschen zu experimentieren. Bleibt abzuwarten, wann die Dinger auf den Markt kommen und was das Umweltbundesamt dazu sagt, wenn Millionen von Bürgern ihre Schuhe im Garten verbuddeln.

Was die Bilanz in Sachen Umweltschäden angeht, würde man gerne den Hut vor so viel Ehrlichkeit und Transparenz ziehen – nur vor was? Die Berechnung der einzelnen Schritte von der Produktion bis zum Einzelhandel wurde von PricewaterhouseCoopers und Trucost durchgeführt. Unternehmen wie BASF, Coca Cola, Daimler oder Siemens scheinen bereits Interesse an der Umweltschaden-Bilanz angemeldet zu haben. So wirklich durchsichtig ist das nicht, müsste man sich aber mal genauer ansehen. (Wer hat Lust?)

Ehrenwerte Schritte von wichtigen Entscheidungsträgern mit viel Verantwortung, die hoffentlich nicht in der Greenwashing-Anlage landen, sondern wirklich zu mehr Transparenz führen.

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