Nächstenliebe!

Update:
Danke an Jasmin, die uns auf einen kleinen Fehler hingewiesen hat. LUSH stellt keine “kontrollierte Naturkosmetik” her, ist also nicht zertifiziert. Tanja Umbach von LUSH meinte dazu in einer E-Mail: “Wir machen keine zertifizierte Naturkosmetik, aber wir verwenden nur sichere synthetische Inhaltsstoffe und das auch nur in sehr geringen Mengen.” Wie schwierig das manchmal mit den Begriffen und Definitionen in der Kosmetik sein kann, haben wir ja bereits erwähnt.  Sorry für den Faupax!

Seit 1995 stellen Mark und “seine Bande” handgemachte Naturkosmetik Kosmetik unter dem Label LUSH her. Immer mit Bedacht auf nachhaltigen Einkauf der Rohstoffe, frei von Tierversuchen, Palmöl und weitestgehend künstliche Zusatzstoffe. Die Besonderheit dabei: ein Großteil der Produkte bleibt unverpackt. Der Rest wird durch Recycling-Verpackung geschützt. LUSH verwendet dabei vor allem frisches Gemüse, Obst und ätherische Öle.

LUSH achtet aber nicht nur auf natürliche Zutaten, sondern auch auf einen fairen und nachhaltigen Einkauf. Und weil es manchmal nicht reicht, einfach nur schöne Produkte anzubieten, engagieren sich die Jungs und Mädels mit einem spannenden Projekt bei sozialen und nachhaltigen Projekten. Mit der Bodylotion “Nächstenliebe”.

Eincremen & helfen

Wer sich bei LUSH “Nächstenliebe” für 19,95 € gönnt, tut nicht nur seiner Haut und dem eigenen Karma etwas Gutes. 16,76 € (also der Geamtbetrag ohne MwSt.) wandert direkt in einen Spendentopf, mit dem gemeinnützige Projekte unterstützt werden. Welche, das sollen die Kunden und Mitarbeiter am Besten selbst bestimmen, denn via naechstenliebe@lush.de kann man ganz unkompliziert Vereine und Organisationen vorschlagen, die vom Spendentopf unterstützt werden könnten.

Als bioheldinnen und biohelden könnt ihr “Nächstenliebe” ganz einfach supporten: die Bodylotion bestellen, Euren Freunden vom Projekt erzählen, oder Tanja via E-Mail interesannte Projekte vorschlagen.

Bisher konnten der Naturefund e.V., die German Toilet Organization e. V. und der berühmte Prinzessinengarten in Berlin aus dem “Nächstenliebe”-Spendentopf unterstützt werden. Wir sind sehr gespannt, welche Vereine in Zukunft von Eurer Nächstenliebe profitieren können und wünschen Tanja weiterhin viel Erfolg mit diesem wunderbaren Projekt.

4 Gedanken zu “Nächstenliebe!

  1. Ein tolles Projekt! Und ein Einkauf bei Lush lohnt sich immer – auch wenn die Produkte nicht zertifiziert sind. Schade eigentlich. Aber Lush macht auf jeden Fall den Eindruck, vertrauenswürdig zu sein.

  2. Bei Lush würde ich nie wieder kaufen, es gab Artikel in den Zeitunegn Zeit und Welt über diese Öko Prostituierten, dort wurde Lush als SEKTENARTIG beschrieben. Man muss nur Lush und Kritik oder Mitarbeiter googlen, dan findet man die Zeitungsberichte. Viel Spass

  3. Wörtchen „fresh“ zu den Annahme verleiten läßt, Lush-Produkte wären frei von Konservierungsmitteln, der irrt.

    * Haben sich die Macher von Lush von The Body Shop inspirieren lassen? Gelernt haben könnte man von der ersten englischen Kultmarke, dass sich Kosmetik im Windschatten von Kampagnen für emotionale Themen wie den Tierschutz gut verkauft. So nannte Lush einen Gesichtsreiniger „Schweinchen Babe“ und spendete den Verkaufserlös (den Schweinchen Babe-Umsatz einer Woche) an die Tierschutzorganisation PETA.
    * Über die peppigen Präsentationen der Lush-Produkte und die Aktionen der Marke könnte man glatt den Blick auf die Inhaltsstoffe und den Blick aufs Ganze vergessen. Sollte man aber nicht…

    Richtig ist: Lush setzt viele natürliche Inhaltsstoffe ein, aber die Produkte enthalten auch so einiges an Kosmetik-Chemie. Darunter sind zum Beispiel:

    * Parabene als Konservierungsmittel
    * sogar Inhaltsstoffe wie Triethanolamine und Cocamide DEA, die gefährliche Nitrosamine bilden können
    * synthetische Lichtschutzfilter, darunter einer, der als besonders problematisch einzuschätzen ist
    * sehr umweltbelastende Rohstoffe wie EDTA und Tetrasodium Etidronate (in Seifen)
    * in Shampoos waschaktive Substanzen, die zu den hautreizenderen Tenside gehören
    * Lush setzt in Shampoos bzw. Conditionern auch Rohstoffe (PEGs) ein, die mit sehr harter Chemie gewonnen werden.
    * Zum Einsatz kommen auch Azofarbstoffe. Azofarbstoffe gelten – in unterschiedlichem Maße – als toxikologisch bedenklich.
    In Lebensmitteln müssen einige Azofarbstoffe seit dem 20. Juli 2010 gekennzeichnet werden.

    Sind Lush-Rezepturen vorbildlich beim Umweltschutz und beim Tierschutz? Nein.

    * Warum nicht? Weil Lush nicht konsequent auf Rohstoffe verzichtet, die mit Tierversuchen verbunden sind, und weil umweltbelastende – sogar sehr umweltbelastende Rohstoffe wie EDTA – eingesetzt werden.
    * Wer Chemie wie Azofarbstoffe oder Parabene als Konservierungsmittel einsetzt, wie Lush das tut, nimmt das Leiden von Tieren in Kauf. Problematische Chemie war immer wieder im Tierversuch, weil es Zweifel daran gab, wie bedenklich oder unbedenklich sie ist.
    * Der Einsatz synthetischer Lichtschutzfilter kann verheerende Folgen haben. Lush setzt in den Cremes Face Protector (LSF 20), Paradise Regained (LSF 15) und in der Creme Ultralight synthetische Lichtschutzfilter ein, darunter Ethylhexyl Methoxycinnamate. 2008 kamen Wissenschaftler der Polytechnischen Universität in Ancona (Italien) zu dem Ergebnis, dass Ethylhexyl Methoxycinnamate zu den Lichtschutzfiltern gehört, die zum Sterben der Korallenriffe beitragen. Dieser Lichtschutzfilter steht auch schon lange wegen einer möglichen hormonellen Wirkung unter Verdacht.
    * Viele Lush-Produkte enthalten gar keine Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau. Die Bio-Landwirtschaft durch den Einsatz von Bio-Rohstoffen voranzutreiben, ist jedoch ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Umweltschutz.
    * Und hier drei Analysen von Lush-Produkten.

    http://www.kosmetik-check.de/themen_051_de.php