Tanz dir deinen Strom

Mit dem Motto “Lasst uns tanzend die Erde retten!” wirbt am Freitag den 9. September, die Organic Disco in Darmstadt. “Sustainable Dancefloor” (dt. Nachhaltige Tanzfläche) – heißt die moderne Wundertanzfläche, womit der grüne Partygänger seinen eigenen Strom erzeugt.  Durch die rhytmischen Tanzbewegungen wird mechanische in elektrische Energie umgewandelt.

sustainabledancefloor

Der Boden dieser besonderen Tanzfläche ist so konstruiert, dass er durch die Rauf- und Runterbewegungen Strom produziert. Man muss sich das so vorstellen: Unter den Bodenplatten sind viele kleine Federn die durch die Schwingungen, und mit Hilfe von Generatoren, Elektrizität erzeugen.

Im April letzten Jahres fand dieses Event schon einmal statt, welches circa  750 Feierwütige in seinen Bann zog. “Insgesamt 150.000 Joule haben sie ertanzt, die auf einem Energy Meter live mitgezählt werden” erklärte Projektmanager und Organisator Tobias Reitz.  Zusätzliche Energie liefert die Fahrraddisko “Morgenwelt Rock“. Nur wenn die Gäste auf den beiden Spezialfahrrädern kräftig strampeln, fließt der Strom für den Sound der Organic Disco. Im Allgemeinen versuchen die Betreiber den Klimaschutz mit der Clubkultur zu vereinen.

Auch sonst steht das futuristische Event ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Wer auf dem Fahrrad erscheint darf sich über einen kostenlosen Parkplatz und “Bewachungsservice” freuen. Außerdem werden die Reifen der Fahrräder aufgepumpt. Für die mit einer weiteren Anreise sollen Fahrgemeinschaften über Social Mobility Network organisiert werden. Durch diese clevere Mitfahrzentrale kann man ganz einfach übers Internet, Fahrer und Mitfahrer finden.

 

Weiter Infos zur Organic Disco

 

via KarmaKonsum / fotos von Organic Disco.de

 

 

 

 

 

 

Parasitenfarm für zu Hause

Die “parasite farm” von Charlotte Dieckmann und Nils Ferber ist ein praktisches Indoor-Kompostsystem und dabei ganz leicht in den bestehenden Haushalt zu integrieren.

Mit wenigen Handgriffen montiert und dank der genormten Größe, welche sich am wohl bekanntesten Regal Deutschlands namens “BILLY” orientiert, ist die Arbeit schnell vollbracht und ihr könnt sofort mit der Entspannung im Garten beginnen.

Bestehend aus einem schicken Schneidebrett mit integriertem Vermikompost-Container und schön grünen Pflanzboxen, stellt die “parasite-farm” alles zur Verfügung was ihr braucht, um euch einen eigenen Gemüsegarten für zu Hause einzurichten.

Und so funktionierts:

 

 

Und für die, die das System des “Vermikomposts” genauer betrachten wollen, hier eine ausführliche Skizze.

 

Achja, zum Thema Geruch sagen die Designer: “Ist genug Sauerstoff vorhanden kann eine fast geruchlose Verrottung stattfinden, die nach Walderde riecht”.

Weitere Infos hier: Charlotte Dieckmann

 

Fotos von Alexander Giesemann

 

 

Story über Delfin mit Prothese landet im Kino

Es ist eine Story, wie sie Hollywood-Autoren nicht besser hinbekommen würden: 2005 hat der Delfin “Winter” in einer Begegnung mit einer Krabbenfalle vor der Küste Floridas seine Heckflosse verloren. Normale Tierärzte hätten Winter eingeschläfert, im Clearwater Marine Aquarium hat man sich dazu entschieden dem Tier das Leben retten, und zwar mit einer Prothese. Eine unglaubliche Geschichte, die jetzt mit Starbesetzung verfilmt wurde und ins Kino kommt. Unten der Trailer dazu. Wann “Dolphin Tale” in Deutschland erscheint, entnehmt ihr am besten den einschlägigen Kanälen.

Google Street View bald im Amazonas

Das Amazonas-Gebiet gehört zu den größten Naturschätzen dieser Welt, hat einen unglaublichen Reichtum an unterschiedlichsten Pflanzen- und Tierarten und hält noch allerlei Entdeckungen für uns bereit. Leider wird dieses Ökosystem am und im Amazonas langsam aber sicher dauerhaft geschädigt. Goldgräber pumpen Quecksilber in den Fluss, der Regenwald schrumpft durch die Rodung von Tag zu Tag und die Folgen der Erderwärmung hat die “Lunge der Erde” hart getroffen. 2005 wurde das Amazonasgebiet von einer bis dahin einmaligen Dürre heimgesucht, durch die das empfindliche biologische Gleichgewicht vermutlich über Jahrzehnte gestört sein wird.

Aufklärung und Sensibilisierung durch Street View?

Ein guter Ort also für Google, um das geschädigte Image ein wenig aufzupolieren. Denn zusammen mit der Sustainable Amazon Foundation (kurz FAS) ist man gerade dabei Nebenflüsse des Amazonas und einige Straßen bzw. Wege im Gebiet zu fotografieren. Zurzeit sind sogar einige Einheimische unterwegs, um entlegene Stellen abzulichten und Einblick in ihr tägliches Leben zu geben.

Ein schönes Projekt, das einen ganz anderen Eindruck von dieser Naturschönheit geben kann, als beispielsweise eine Dokumentation. Wahrscheinlich bleibt der Großteil aber mal wieder unbeeindruckt. Leider.

via Treehugger
Foto:  markg6 / cc

The world is where we live

Nach der Aufregung um die sehr kritische ARD Doku “Pakt mit dem Panda”, hat man kaum etwas vom WWF gehört. Zwar hat man die “Faktencheck”-Website in der Zwischenzeit um einige Punkte erweitert, die vorgebrachten Fakten scheinen aber niemanden so wirklich zu interessieren. WWF? ARD? Was war da nochma?!

Um die ganzen Fakten und Argumente auf beiden Seiten fachmännisch zu hinterleuchten, sind wir leider nicht geeignet. Aber dafür zeigen wir Euch hübsche Filmchen. Ist doch auch was.

Hier ein aktueller Spot vom WWF, der auf wunderbare Art und Weise zeigt, dass nicht nur wir Menschen uns ähnlich sind. Schön gemacht:

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Are you all in?

Greenpeace ist in der Vergangenheit durch mehrere sehr kreative und aufwendige Aktionen aufgefallen. Ob Ken & Barbie oder die grandiose Dark Side Kampagne. Im Vordergrund standen dabei immer große Konzerne, die durch ihr Handeln negativ aufgefallen sind. Die Idee, eine aktuelle Werbekampagne umzudrehen und zu parodieren scheint in Sachen VW funktioniert zu haben. Immerhin sind bis heute fast 300.000 Leute der Rebellion beigetreten.

Diesmal hat es gleich zwei große Fische getroffen: Nike und Adidas. Der Hintergrund diesmal: beide Firmen verseuchen mit ihren riesigen Fabriken die Weltmeere, allen voran in China. Vergiftetes Wasser landet dort praktisch ungefiltert im Ozean. Und weil beide Firmen den Begriff  “Challenge” quasi auf der Stirn tätowiert stehen haben, lässt Greenpeace jetzt beide Athleten in der “Detox Challenge” gegeneinander antreten.

Auf der offiziellen “Detox”-Website gibt es nicht nur wichtige Infos zum Thema, sondern auch noch gleich ein schmuckes Video, in dem Greenpeace die Werbekampagnen beider Firmen in einer etwas anderen Fassung nachspielt. Auf sehr professionelle Art und Weise. Das Video kann dann jeder User nochmal in eigener Version an Freunde weiterleiten und anschliessend seinen Tipp abgeben, welche der beiden Sportartikelhersteller die Challenge wohl gewinnen wird.

Wir sind dann schon mal “all in”:

Holländer baut Arche

Die Holländer sind ein etwas ungewöhnliches Volk. Eine Ungewöhnlichkeit die mir persönlich ja gefällt. Leider wird der Niederlande keine rosige Zukunft vorausgesagt. Die Erderwärmung und damit der Anstieg unserer Meere wird wohl einen Großteil der weltweiten Camping-Anhänger wegspülen. Eine Zukunft, die heute schon bei vielen Holländern für Albträume sorgt.

Johan Huibers hatte einen solchen Traum, in dem sein wunderschönes Holland überflutet wird. Konsequenz daraus ganz klar: Er baut eine funktionsfähige Arche. Keine kleine aus dem Baumarkt zum zusammen basteln, sondern eine große. Das Original. Episch. Für etwa 5€ darf man sich das Ganze von innen ansehen. Wieviel ein Ticket kosten wird, wenn Holland wirklich untergeht, konnten wir leider nicht rauskriegen.

Pfandgeben

Manchmal sind es die kleinen und simplen Dinge, die uns faszinieren. Einfache Lösungen, die viel bewirken. Ohne große Anstrengung, ohne viel Tamtam. Pfandgeben.de ist eine solche Lösung. Ein klasse Projekt und eine wunderbaren Idee.

Worum geht’s? Wir alle haben Flaschen zu Hause rumliegen. Die einen von uns verstecken Hunderte davon in der Rumpelkammer, die anderen fein sortiert im Flaschenkorb. Uns alle eint dabei ein Problem: wir haben absolut keinen Bock den Flaschenberg mit zum Supermarkt zu schleppen und jede Flasche 5 mal vom Rückgabeautomat scannen zu lassen.

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die froh wären den Korb mit einem grinsen direkt bei dir zu Hause abzuholen und den Pfand zu behalten. In Großstädten gehören die Flaschensammler, die sich mit Taschenlampen bewaffnet auf Pfandsuche in Mülleimern machen, ja schon lange zum Alltag. Pfandgeben.de erleichtert beiden Seiten das Leben. Einfach Stadt, Flaschenanzahl, Bezirk auswählen und einer der Nummern anrufen, die auspespuckt werden. Schon hat man einen lieben Kerl oder eine liebe Frau am Telefon, die gerne vorbeikommen um den Pfand abzuholen.

Sehr sehr gute Idee und wunderschön simpel umgesetzt. Derzeit zwar leider nur in Berlin verfügbar, so wie es aussieht sollen aber weitere Großstädte folgen. Yeah!

Fisch-Stalker

Rund 75 % der kommerziell bedeutsamen Fischarten sind bis an ihre Grenzen befischt, über 25 % der
Bestände sogar überfischt. Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN sind 3.000 marine Arten vom Aussterben bedroht. Die Bestände an Großfischen sind sogar um 90 Prozent dezimiert. Fisch ist und bleibt gesund (sorry liebe Veggies), aber der unglaubliche Konsum an Thunfisch & Co. schadet dem gesamten Ökosystem. Wie cool wäre da mal ein Anbieter von Öko-Bio-Fisch? Richtig: sehr cool.

Dachte sich wohl auch fish & more und hat mit followfish ein zu 100% nachhaltiges Marken- und Produktionskonzept entwickelt. followfish achtet dabei nicht nur auf Bio-Qualität, sondern auch auf die harten Richtlinien von MSC und WWF. MSC steht für Marine Stewardship Council – was auf deutsch etwa der Formulierung ‘Rat für verantwortungsvolle Fischerei’ entspricht. Der MSC ist eine unabhängige Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die weltweiten Fischbestände zu sichern.Zu den Regeln des MSC gehört zum Beispiel, dass entweder überhaupt kein Beifang entsteht oder er konsequent verzeichnet wird.

Bei den Fisch-Lieferanten wird ausserdem darauf geachtet, dass die Fischzucht nicht dem umliegenden Ökosystem schadet, die Tiere nicht mit Müll gefüttert und unnötig mit Medikamenten vollgestopft wurden. Followfish hat aber noch mehr zu bieten, als nur guten Fisch: ein Online-Tracking-Tool, mit dem man den gekauften Fisch quasi nachträglich stalken kann. Wo kommt die Ware her, die ich mir grade in der Pfanne bruzel? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucher, dem wird followfish mit der neuen Tracking-Methode gerecht. Dabei ist auf jeder Verpackung ein Code gedruckt, der nach Eingabe ins Online-Tool sofort zeigt, wo der Fisch herkommt und welchen Weg er hinter sich hat. So wird der Produktions- und Lieferprozess komplett offen gelegt und der Fischgenuss wird etwas grüner. Ahoi & Guten Appetit!

BREAKING NEWS: Ken verlässt Barbie!

Das Traumpaar der Spielzeugkiste hat sich getrennt. Nachdem Barbie und Ken sich während der Dreharbeiten zu Toy Story 3 wieder neu verliebt haben, hat der Plastik-Sunnyboy sich nun endgültig von der berühmtesten Plastikdame der Welt verabschiedet! Grund für den Beziehungskrach: Barbies ekelerregende Vorliebe für Regenwaldholz. In einem Exklusivinterview wurde Ken Videomaterial zugespielt, in dem seine Ex mit der Kettensäge in Indonesien ganze Quadratkilometer kostbarstes Regenwaldholz für ihre Verpackung erntet und somit den Lebensraum von Orang-Utans, Tigern und Elefanten wahllos zerstört.

Der etwas ernstere Hintergrund dieser Klatsch-Geschichte: bei der Enthüllung handelt es sich um das wohl beste Viral dieses Jahres, initiiert von Greenpeace um auf die Regenwaldabholzung durch Hersteller Mattel aufmerksam zu machen. „Barbie, it’s over“ oder auf Deutsch „Barbie, ich mach schluss“ lautet die Kampagne der Umweltaktivisten, auf dessen Website (greenpeace.org/barbie) nicht nur ein sehr gut gemachtes Video von der Trennung berichtet, sondern User auch die Möglichkeit haben eine Mail an Mattel zu schicken.

Hoffen wir, dass Ken bald eine etwas grünere Freundin finden wird.