KeepCup – Der Mehrwegbecher

Gerade eine nette E-Mail von KeepCup bekommen und in der Tat bin ich schon oft über diesen zur Zeit sehr gehypten Mehrwegbecher gestolpert. Da ich einen Coffee Shop seit Ewigkeiten nicht mehr aufgesucht habe und sowieso die meiste Zeit im dunklen Keller verbringe, bleibt mein Interesse für solchen Hipster-Kram eher gedämpft.

Nichts desto trotz eine nette Erfindung und schöne Idee, den Togo-Pappbecher durch einen kultigen, farblich individuell gestaltbaren “Cup” zu ersetzen. Die Pressefrau von KeepCup schreibt mir zu dem Teil ausserdem noch folgende, interessante Details:

Die Australierin Abigail Forsyth war als Inhaberin einer Café-Kette in Melbourne täglich selbst mit
Einwegbecher-Müllbergen konfrontiert. Sie entwickelte KeepCup, den ersten Mehrwegbecher für Kaffee und Espresso, der Barista-Standards entspricht. Aktuell sparen alle KeepCup-Nutzer weltweit 300 Millionen Wegwerfbecher jährlich ein.

In Deutschland gibt’s den Becher bei den üblichen Verdächtigen zu bestellen. Oder eben auf der offiziellen Website.

Veröffentlicht unter Design

Kinderkram

Eigentlich bin ich kein großer Plüschtierfan, aber manchmal überkommt mich einfach das innere Kind. Bei RevoluzZza beispielsweise kribbelt es mir schon derbe in den Fingern. Vor allem der Roboter hat es mir richtig angetan. Gott sei Dank gibt es den nicht im Shop, sonst hätte sich meine Kreditkartenfirma sicher gefreut.

Ich glaube viel mehr Karmapunkte kann man als Indie-Spielzeughersteller gar nicht sammeln. Nicht nur, dass alle verwendeten Stoffe Bio sind und dem Global Organic Textile Standard (GOTS) entsprechen, sämtliche Tierchen, Monster und Piraten wurden in liebevoller Handarbeit auch noch mit fair gehandelten Materialien gebastelt. Vor allem bei Baby und Kleinkindern macht das besonders Sinn. Die müssen ja bekanntlich alles in den Mund stecken und mit Körperflüssigkeit markieren.

Wer sich selbst im Plüschtierbasteln probieren möchte, kann sich übrigens den DIY-RevoluzZza-Nähbaukasten zulegen und mit den Kiddies selber nette Tierchen basteln. Das kommt vielleicht leider alles eine Woche zu spät, aber die besten Geschenke sind mir schon immer erst nach Weihnachten eingefallen. Sorry!

24 Gute Taten

Auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt: die Weihnachtszeit steht vor der Tür, klopft laut und klingelt Sturm. Irgendwie will sie niemand so recht reinlassen. Bei 15° und Sonnenschein auch irgendwie verständlich. Nur der Lebkuchen im Supermarkt und die kitschigen Heilewelt-Werbespots der großen Versandhäuser lassen erahnen, dass wir bald J’s Geburtstagsparty feiern.

Wer die Zeit der Besinnung so richtig besinnlich angehen möchte, besorgt sich jetzt sofort den “24 Gute Taten Adventskalender“. 24 Tage lang erwartet euch hinter den kleinen Türchen eine gute Tat (in Form einer Spende), die ihr mit dem Kauf des Kalenders unterstützt habt. 48,- € kostet das schicke Teil. Unverschämterweise ohne Schokolade, dafür in einem sehr ansprechenden Design.

Das nachhaltige iPod-Thermostat

Tony Fadell, der maßgeblich am Design des iPods beteiligt war (Happy Birthday lieber iPod!!), hat vor kurzem sein neuestes Projekt vorgestellt. Nest, so der Titel, hat mit Musik eher wenig am Hut, geht aber Style-mäßig schon sehr in Richtung Apple. Das schicke Teil soll nicht nur gut aussehen und Gäste zum staunen bringen, sondern auch die hauseigene Temperatur kontrollieren.

Hierzulande geht das noch eher mühselig über viele kleine Handgriffe für jeden Heizkörper separat. Im faulen Amiland sind aber schon seit geraumer Zeit sogenannte Thermostate angesagt, die die Temperaturen quasi zentral steuern.

Nest ist schlau & hilft beim Energie sparen

Rund 100 US-Dollar mehr als handelsübliche Thermostate soll Nest kosten, dafür aber wesentlich mehr können als nur gut auszusehen. 90% der programmierbaren Thermostate in den Staaten sind nämlich garnicht programmiert. Dadurch werden etwa 15% Energie unverbraucht verblasen. Tony Fadell und seine Spezi’s haben ihr Baby deshalb mit intelligenter Elektronik ausgestattet. So lernt Nest das Energieverhalten seiner Nutzer und merkt sich die Zeiten, in denen gewöhnlich niemand zu Hause ist. Sollte das Teil trotzdem mal zu doof sein, kann man die Temperaturen vom iPhone aus steuern. Abgefahren.

Offizielle Website von Nest

reCycle – Uhren aus alten Fahrradteilen

Der Sommer 2011 hat sich wohl auf immer verabschiedet und damit auch die vielen tausend Fahrradfahrer auf unseren Straßen. Die einen wird’s freuen, die anderen sind ob der kalten Temparaturen jetzt schon deprimiert und wintern ihre Zweiräder im Keller ein. Für nicht wenige Drahtesel war dies allerdings die letzte Saison, sie verabschieden sich vom Asphalt und landen auf dem Schrottplatz. Langweilige Geschichte das.Products

Viel spannender finde ich die Idee von reCycle Clocks, die aus alten Fahrradteilen richtig schmucke Uhren basteln. Neben Alteisen aus Fahrrädern widmet man sich dort auch Motorradteilen und zaubert echte Zeitmesser-Unikate.

Parasitenfarm für zu Hause

Die “parasite farm” von Charlotte Dieckmann und Nils Ferber ist ein praktisches Indoor-Kompostsystem und dabei ganz leicht in den bestehenden Haushalt zu integrieren.

Mit wenigen Handgriffen montiert und dank der genormten Größe, welche sich am wohl bekanntesten Regal Deutschlands namens “BILLY” orientiert, ist die Arbeit schnell vollbracht und ihr könnt sofort mit der Entspannung im Garten beginnen.

Bestehend aus einem schicken Schneidebrett mit integriertem Vermikompost-Container und schön grünen Pflanzboxen, stellt die “parasite-farm” alles zur Verfügung was ihr braucht, um euch einen eigenen Gemüsegarten für zu Hause einzurichten.

Und so funktionierts:

 

 

Und für die, die das System des “Vermikomposts” genauer betrachten wollen, hier eine ausführliche Skizze.

 

Achja, zum Thema Geruch sagen die Designer: “Ist genug Sauerstoff vorhanden kann eine fast geruchlose Verrottung stattfinden, die nach Walderde riecht”.

Weitere Infos hier: Charlotte Dieckmann

 

Fotos von Alexander Giesemann

 

 

BMW i3 in freier Wildbahn

Erst vor Kurzem hat BMW seine neue “i-Serie” vorgestellt und hat damit zwei grüne Pferde gesattelt, während die Konkurrenz schon seit Jahren auf elektrischen PS herumreitet, und das sehr erfolgreich. Mit den beiden Modellen i3 und i8 schickt der Münchner Autobauer zwei sehr futuristische und schicke Elektrofahrzeuge ins Rennen. Der i3 soll dabei ein kleiner urbaner Flitzer werden, während die LOHAs mit dem sportlichen i8 durch bergige Straßen kurven dürfen. Alles natürlich so nachhaltig wie möglich.

Vielleicht eine Meldung wert, vielleicht auch nicht. Das “super geheime” Video von einem Dreh mit dem i3 allerdings möchten wir euch auf gar keinen Fall vorenthalten. Sieht einfach aus, wie in einem SciFi-Streifen das Ding:

Sandalen und High-Heels aus Computerschrott

Steven Rodrig macht verrückte Kunstgegenstände aus alten Computerteilen und hat dabei so viel Liebe für’s Detail, dass seine Sachen hier einfach mal vorgestellt werden müssen. Es ist immer wieder erstaunlich, was kreative Menschen in altem Schrott sehen, den die meisten von uns in die Tonne gekloppt hätten. Somit finden die alten Schaltkreise, Chips und Platinen wieder eine Verwendung als schnike Robo-High-Heels oder “Data-Spiders”. Tragen kann man die Dinger übrigens nicht. Nur bewundern.

Veröffentlicht unter Design

sugru: Hack things better

Wir leben in einer absoluten Wegwerfgesellschaft. Was nicht mehr richtig funktioniert, landet sofort im Müll. Kratzer? Müll! Plastikdingensteil abgerissen? In den Müll damit! Inzwischen sind Elektronikartikel, Spielwaren und Haushaltsgeräte so absurd günstig geworden bzw. einfach zu finanzieren, dass sich niemand mehr Gedanken darüber macht, was mit dem ganzen Schrott den wir so über die Jahre hinweg produzieren eigentlich passiert. Ihr verantwortungslosen Trolle ihr!

Aber: Nicht nur mit den Vorwürfen ist jetzt an dieser Stelle Schluss, auch von den Pilgerfahrten zum Wertstoffhof könnt ihr euch verabschieden. Denn es gibt nicht nur grüne, sondern auch kreative und witzige Alternativen zur Sondermülltonne. Zum Beispiel sugru. Dem geheimen Super-Kleber-Silikon-Ding, aus dem die feuchten Träume von euch Hobbybastlern gemacht sind! Taucht ein in die faszinierende Welt des Reparierens, Pimpens, Verstärkens und Absicherns.

sugru: Knete für Erwachsene

Manchmal verstehe ich Dinge, die ich zum ersten Mal sehe, sofort. In den meisten Fällen brauche ich viel Zeit um dahinter zu kommen. sugru habe ich wahrscheinlich immer noch nicht komplett verstanden. Aber es hört sich super an:

Wie Eingang bereits erläutert, sind wir umgeben von bescheuerten Geräten, Teilen und müssen den ganzen Tag über mit kaputtem Kram kämpfen, weil grenzdebile Produktdesigner eine Sekte gegründet haben um uns das Leben schwer zu machen. Eine nachhaltige, also grüne Lösung für den Billigschrott (beispielsweise Fahrradklingel vom Discounter) bietet sugru. Laut Website haben ultra-intelligente Wissenschaftler eine Art Knetmasse erfunden, die nach dem Modellieren aushärtet und auch noch wasserfest zu sein scheint. Somit kann man zum Beispiel die alte Luftmatraze flicken, eine eigene iPhone-Schutzhülle basteln, Kopfhörer und Kabel reparieren und so ziemlich alles wieder auf Vordermann bringen, was nicht sicher genug vor eurer Kreativität ist.

In Deutschland ist sugru (soweit ich weiß) nicht erhältlich. Oder? Die offizielle Website findet ihr hier. Viel Spaß beim Basteln, ihr Hacker!

Veröffentlicht unter Design

Staubsauger aus Pappe, der auch noch funktioniert

Da kann Herr Dyson einpacken. “Vax” baut nämlich Staubsauger, die aus brandsicherer und recycelter Pappe bestehen. Man kauft sich also den Karton und baut ihn gleich zum Produkt um. Was aus Sicherheitsgründen nicht aus Papier ist, wird durch recyceltes Plastik ersetzt. Der “grüne” Staubsauger wurde übrigens von Jake Tyler innerhalb seines Studien-Projekts entwickelt. Und jetzt kommt der Knaller: der Deckel kann individuell gestaltet werden. Klar, ist ja auch aus Pappe. Grandios.

via dothegreenthing.com