FA!R2011 in Dortmund

Erst Letztens haben wir darüber berichtet wie unwahrscheinlich erfolgreich Fairtrade-Produkte in Deutschland zur Zeit laufen und erst vorletzte Woche wurde der World Fairtrade Day weltweit gefeiert. Wer sich intensiver mit fairem Handel beschäftigen möchte oder einfach mal in die wahnsinnige Vielfalt von fair gehandelten Produkten hineinschnuppern möchte, hat auf der FA!R2011 vom 8. bis 10. September in Dortmund die Chance Erzeuger, Hersteller und Händler aus der Fairtrade-Branche kennenzulernen. Namhafte Unternehmen und Initiativen wie Derbystar Sportartikelfabrik GmbH, Gepa, Naturland, Rapunzel, Contigo und natürlich Transfair e.V. haben bereits angemeldet.

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100 g Wurst = 1.21 km Auto fahren

Wir finden das Projekt Halbzeitvegetarier richtig klasse. Warum? Weil es unserer Philosophie des “Missionierens” für Gute Dinge recht nahe kommt. Anstatt Bilder von gequälten Tieren zu zeigen, versucht man einfach die positiven Seiten des Vegetarismus aufzuzeigen. Anstatt jungen Menschen vorzuschlagen komplett auf Fleisch zu verzichten, bietet man eine witzige Möglichkeit erst einmal auszuprobieren ob es nicht auch erstmal mit der Hälfte geht, und das zusammen mit Kumpels und nicht alleine.

Nette Geschichte die da unter der Leitung von Katharina läuft und definitiv nicht genug Support von allen Seiten erhalten kann. Deshalb hier Mal der zwanglose Aufruf: erzählt den Menschen da draussen von “Halbzeitvegetarier”, probiert es selbst aus und kommentiert fleissig im Blog!

Und jetzt zur eigentlichen Meldung: mit 100 g Wurst kommt ein Auto 1.21 km weit. Herausgefunden mit dem Halbzeitvegetarier-Co²-Rechner, der ausrechnet wie viel Energie so eine 100 g Wurst oder ein 500 g Steak eigentlich so verschleudert bzw. wie viel Co² die Produktion von Fleisch im Allgemeinen kostet. Sehr gute Idee!

Warum Dinkelbrot so gut für uns ist

Wer an bio denkt, dem fällt früher oder später auch der Begriff “Dinkel” ein, denn wer einmal einen Bioladen besucht hat findet bereits am Eingang Dinkelkekse, in den Regalen Dinkelbrot und an der Kasse Dinkel-Powerriegel. Das Getreide ist vor allem deshalb fest in der Biolandschaft verankert, weil es nicht so sehr auf Dünger anspricht wie Weizen und viele gesundheitliche Vorteile hat.

Dinkel wird nicht nur immer beliebter weil es quasi das “Brot der Ökos” ist, sondern auch gar nicht so schlecht schmeckt – und was viel wichtiger ist: es ist leicht bekömmlich, gut für unsere Verdauung und es stärkt unser Immunsystem. Der Teig wird in der Herstellung von Brot und Gebäck schonender geknetet, schmeckt vollmundig und hat einen angenehmen Biss. Es eignet sich nicht nur für Diabetiker, sondern ist auch gut für unsere Haare und Nägel. Ein kleines Naturwunder also. Nicht umsonst wird rät man bei “Hildegart von Bingen” zum Dinkel als Heilmittel gegen Krankheiten.

Der Blumentopf-Grill

Die Stadtmenschen unter Euch kennen das Problem vielleicht: man möchte auf dem 1,5 m²-Balkon den Grill aufbauen und plötzlich beschleicht einen das Gefühl der Enge. Wie cool wäre da ein Go-Go-Gadget-Blumentopf, der sich schnell und einfach in einen Grill verwandeln lässt? Genau: richtig cool! Black + Blum haben jetzt auf der International Contemporary Furniture Fair während der New York Design Week genau so einen Grill vorgestellt. Der “hot-pot bbq”: Platzsparend, Effektiv & witzig. Da kann die Grillsaison doch kommen, oder? Packt die Tofuwürstchen aus, wir grillen auf’m Blumentopf!

Hier gibt’s weitere Bilder vom Go-Go-Gadget-Blumentopf-Grill

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Die faire Milch ist unfair

Nein, nicht was Ihr denkt. Das Landgericht Landshut allerdings hält “Die faire Milch” (www.diefairemilch.de) für insofern “unfair” als dass man damit den Verbraucher täusche, der den Eindruck gewinnen könnte, als wäre “Die faire Milch” die einzige Milch, die fair erzeugt werde. Deshalb dürfe man sich nicht mehr “fair” nennen. Bei uns kam da gleich die Frage auf, was denn dann mit dem Fairtrade-Siegel oder anderen fairen Produkten ist.

Für alle die sich fragen, was es mit der fairen Milch auf sich hat: Normalerweise entstehen die Preise für Milchtüten von oben nach unten, der Bauer erhält also quasi nur das “Restgeld”. Mit der fairen Milch wollte man dieses Prinzip umdrehen und den Milchbauern 40 cent für den Liter zusichern.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) kritisiert jetzt jedenfalls dieses Urteil und stellt sich hinter “Die faire Milch”. Das sei nicht nachvollziehbar, erklärt Vorstandssprecher Hans Foldenauer. Foldenauer: „Sicher ist, dass gegen dieses Urteil Rechtsmittel eingelegt werden. Sollte der Begriff ‚fair’ ebenfalls in der Diskussion stehen, wie es gerüchteweise kolportiert wird, wird dies eine umfassende Diskussion des Begriffs Fairness zur Folge haben müssen, die automatisch auch viele andere Fair-Produkte auf den Prüfstand stellen wird.”

Hier geht’s zum ganzen Interview mit Hanz Foldenauer auf lebensmittelpraxis.de

5 gute Gründe ein Öko zu werden

Stefan Bayer / pixelio.de

LOHA, Hippie, Öko, PARKO… es gibt viele Bezeichnungen für Menschen die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren und einsetzen. Doch warum sollte ich auf Fleisch verzichten? Wieso sollte ich teure Bio-Produkte umsteigen und was ist eigentlich so schlimm an Fleisch und CO²? Wir haben mal 5 gute Gründe niedergeschrieben ein Öko zu werden.

Grund 1: Du hast es dir verdient
Klingt komisch, is aber so. Wer sich weitestgehend fleischlos ernährt und auf vegetarische oder vegane Alternativen umsteigt, lebt bewiesendermaßen länger. Ausserdem sind Bio-Produkte ohne Pestizidbelastung, Aroma- und Farbstoffe wesentlich gesünder als konventionelle Lebensmittel. Noch nicht genug: wer als echter Öko CO² spart schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seine eigene Gesundheit.

Grund 2: Denkt doch mal an die Kinder!
Eigentlich versuchen wir hier bei bioheld den Zeigefinger stets unten zu halten, aber unsere Kinder sind wohl der beste Grund, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen.

Grund 3: Öko sein macht Spaß
Kaum zu glauben, aber Öko sein ist nicht nur sehr angesagt, sondern kann auch mächtig viel Spaß machen. Wurden die Ökos früher noch als langhaarige Wunschträumer in Jesuslatschen belächelt, sprießen heute richtig coole & grüne Aktionen nur so aus dem Boden. Ich sag nur Guerilla Gardening. Es entwickelt sich schon seit Jahren eine neue Gruppe von Ökos die zwar gerne gegen Atomkraft demonstrieren, aber auch nach Feierabend mit grünen Produkten ihre Freude haben und die Welt retten. Ohne anderen zu erzählen wie schlecht doch alles ist, sondern wie schön alles sein kann.

Grund 4: Öko sein tut gut
Der ganze LOHA-Kram steht oft in der Kritik, weil viele hinter der Gutmensch-Fassade schlimmeres befürchten und im überschwenglichen grünen Konsum eine Art Reinwaschung der Seele sehen. Wer wirklich etwas verändern möchte, solle aufhören Bionade im dicken BMW zu trinken, sondern den eigenen Lebensstil wirklich und authentisch umkrämpeln. Alles andere wäre verlogen, meinen viele “echte” Ökos.

Durchaus ein Punkt der zum Nachdenken anregt, den man aber auch etwas optimistischer sehen könnte. Bio, Fairtrade & Co. sind der richtige Weg zu einer besseren Welt. Um wirklich etwas authentisch zu verändern kann man lange versuchen anderen einzureden wie schlecht sie sich verhalten. Viel besser finde ich es, die Nachbarn zu einem Fairtrade-Kaffee mit veganen Cupcakes einzuladen. Für mich ein schönes Bild der “neuen grünen Welle”.

Grund 5: Denk an dein Karma
Karma ist wichtiger als viele denken, und was noch wichtiger ist: wer auf die Bezahlung peruanischer Bauern für den eigenen Kakao achtet, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit besser mit seinen Mitmenschen im direkten Umfeld umgehen. Natürlich sind nicht alle Ökos automatisch gute und nette Menschen, aber die meisten von ihnen ;)

Veröffentlicht unter Umwelt

Grün muss nicht teuer sein

Ein Vorurteil gegenüber Bio sind ja immer noch die zu hohen Preise. Wer im Biomarkt einkauft wird auch schnell feststellen, dass Marmelade & Co. definitiv preislich über dem Aldi-Niveau liegen, zurecht. Denn grüne & faire Produkte sind in der Herstellung deutlich teurer als konventionelle Lebensmittel oder Klamotten. Wer für den Fairtrade-Kaffee also einige Cent mehr zahlt unterstützt damit eine gute Sache. Dass aber nicht alles “grüne” gleich teurer sein muss zeigen zwei neue Start-Ups ganz gut, weshalb wir Euch gerne die Kollegen von biodeals und jaydeal vorstellen möchten.

An sich sind “Deal-Portale” ala Groupon nichts Neues und immer mehr von Euch entdecken die einfache & bequeme Gutscheinjagd im Netz. Warum also kein Groupon für Bioprodukte? biodeals.de und seit Kurzem auch jaydeal.de hatten genau diese Idee und bieten neuerdings auf ihren Portalen täglich grüne Deals an.

Auch wenn es teilweise Kritik gab, wir finden die “green Deals” aus zwei Gründen gut:  zum einen haben hier Produkte eine Chance sich zu präsentieren, die sich keine halbseitige Anzeige in der Schrot&Korn leisten können, die Aufmerksamkeit aber durchaus verdient haben. Zum anderen zeigen biodeals und jaydeal auf eine wunderbare Art und Weise, dass bio, fair und öko nicht zwangsläufig teuer sein müssen.

Vielleicht findet ihr ja bald auch bioheld auf einem der beiden Seiten wieder. Wir sind definitiv gespannt wie sich der Markt hier entwickeln wird und wünschen beiden Portalen viel Erfolg ;)

Morgen ist Fairtrade-Tag!

Wer es noch nicht dick und rot im Kalender notiert hat: morgen ist World Fairtrade Day! Der Aktionstag soll mit Konzerten, Events & Plakaten auf den Handel mit “fairen Produkten” und die menschenunwürdigen Zustände in vielen Ländern aufmerksam machen.

Erst vorgestern gab es ja diesbezüglich schon eine wirklich gute Nachricht: die Deutschen haben 2010 immerhin schon 340 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben. Spitzenreiter sind dabei vor allem Kaffee und Kakao, aber auch andere Güter wie Blumen oder Klamotten erhalten immer öfter das Fairtrade-Siegel.

Eine feine Sache, die es morgen zu feiern und zu unterstützen gilt. Das Motto dieses Jahr: “TRADE FOR PEOPLE – Fair Trade your world”. Als Euer Online-Bioladen sind wir uns der Verantwortung bezüglich unseres Sortiments durchaus bewusst, weshalb wir zur Zeit verstärkt auf der Suche nach “dunkelgrünen” Produkten sind. Sprich: wir achten nicht nur auf die Qualität der Produkte, sondern auch auf die Herkunft, den Menschen dahinter und die Erzeuger am anderen Ende der Kette. Wir haben hier schon viele wunderbare Ideen und wir können es kaum abwarten Euch die ersten Ergebnisse zu zeigen.

Bis dahin bleibt uns nichts anderes übrig als morgen den fair gehandelten Bio-Champagner knallen zu lassen und möglichst vielen Menschen zu erzählen wie cool Fairtrade ist.

Zum Schluß bleibt uns nur noch der Hinweis auf das Gewinnspiel im Avocado Store Blog. Wer hier einen Kommentar hinterlässt und begründet warum Fairtrade Produkte für ihn zum Alltag gehören, kann dort einen 25€ Gutschein gewinnen. Viel Glück!

Kreatives Mülleimer-Recycling

Die neue “grüne” Welle scheint mich vor allem deshalb so zu packen, weil die wohl besten Produkte in diesem Bereich eine Kreativität zu Tage führen, von der sich so manche Firma eine Scheibe abschneiden könnte. Wir sind umgeben von Ressourcen, die kaum genutzt werden. Gott sei Dank gibt es so Menschen wie Anja van Kempen, Claudia Riegeroder Cordula Kehrer, die nicht nur wunderbare Ideen haben, sondern diese auch gleich umsetzen.

Die Mädels haben sich nämlich kaputte Plastikeimer geschnappt und mit Binsen, Weide und Rattan wieder zusammengebaut. Entstanden sind dabei fancy Unikate die sich sehen lassen können. Einfach großartig!

Hier gibt’s mehr Bilder davon

Die sprechende Milchtüte

In Sachen Nachhaltigkeit haben wir alle noch einiges zu tun. Erst vorgestern hat mich persönlich folgende Meldung schockiert: “Deutsche werfen 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weg”. Jährlich kommt also jeder von uns auf etwa 330 Euro die direkt in den Müll gekloptt werden. Wie cool wäre da eine Milchtüte, die anzeigt wie lange der Inhalt noch haltbar ist?

Ein finnischer Student hat sich zum Thema interaktive Verpackungen ein wenig Gedanken gemacht und “Papier” entwickelt, das mit uns kommunizieren kann – durch einen implementierten Chip. Abgefahren & richtig clever zugleich. Die Geschichte mit den Mini-Chips ruft aber auch schon seit langem Kritiker auf den Plan. Immerhin wird der Otto-Normalverbraucher dadurch immer transparenter. Hoffen wir, dass es genügend “grüne” Möglichkeiten mit intelligenten Verpackungen geben wird, die unterstützenswert sind.

Wir sind gespannt!

via inhabitat.com